Zeit, sich zu verabschieden

Nächste Saison werden wir einige Piloten nicht mehr wiedersehen, die wir 2003 in der Formel 1 hatten.

IMGROLD244Der wohl bedeutendste Abgang dürfte Jacques Villeneuve sein, denn wenn kein Wunder geschieht, werden wir den Formel-1-Weltmeister von 1997 – zumindest 2004 – nicht mehr in der Formel 1 sehen. Zwar sind noch zwei Plätze im Team von Eddie Jordan frei, aber man darf annehmen, dass sich der Kanadier keine Sekunde um ein Cockpit bei den Gelben bemüht hat. Eddie Jordan sucht nämlich verzweifelt einen Piloten, der einen Haufen Geld mitbringt, während the canadian kid wohl eher einen solchen verlangt. Somit scheint der Abgang des 129-fachen Grand-Prix-Teilnehmers wohl endgültig beschlossen. Von diesen 129 Rennen konnte Jacques immerhin 11 gewinnen, wobei er alle seine Grand-Prix-Siege in den Jahren 1996 (4 Erfolge) und 1997 (7 x Erster – Weltmeistertitel) feiern konnte. Seine Teams sind schnell aufgezählt, er fuhr 1996 – 1998 bei Williams und von 1999 – 2003 bei BAR. Jacques Villeneuve, der sich mit seiner geradlinigen Art nicht nur Freunde gemacht haben dürfte, wird der Formel 1 sicher sehr fehlen, aber vielleicht geht ja 2005 eine glanzvolle Rückkehr über die Bühne – z. B. bei Williams.

Der zweite bedeutende Abgang schmerzt aus deutscher Sicher noch mehr, es handelt sich um den beliebten Heinz-Harald Frentzen. Nachdem HHF im Laufe seiner Karriere immer wieder Pech bei der Wahl seiner Teams hatte, konnte er niemals jene Erfolge einfahren, zu denen der Mann aus Mönchengladbach sicherlich befähigt gewesen wäre. Insgesamt 157 Formel-1-Rennen bestritt Heinz-Harald, von denen er aber immerhin drei gewinnen konnte, sein größter Erfolg ist wohl der Vize-Weltmeistertitel in der WM 1997, nachdem Michael Schumacher als eigentlichem WM-Zweiten von der F.I.A. sämtliche Punkte aberkannt wurden. Diese bereits genannten 157 Rennen fuhr Frentzen für Sauber-Ford (1994 - ´96), Williams (1997 und ´98), Jordan (1999 – Mitte 2001), Prost (5 Rennen in 2001), Arrows (11 Rennen in 2002) sowie zum Abschluß nochmals bei Sauber (1 Rennen 2002 sowie die Saison 2003). Kleines Trostpflaster für Frentzen-Fans in und um Deutschland, Heinz-Harald wird zumindest die Saison 2004 in der DTM verbringen, er wird einen Opel Vectra GTS V8 pilotieren.

Ebenfalls ein altgedienter Recke ist der Holländer Jos Verstappen, wobei Jos, the boss nicht jene Erfolge aufzuweisen hat, wie seine beiden vorgenannten Konkurrenten. Verstappen, der nach Michael Schumacher den größten Fan-Club in der Formel 1 hat, hat ebenso wie Frentzen eine lange Liste an Teams aufzuweisen, für die er gefahren ist. Gleich den Beginn seiner Laufbahn konnte er in einem Weltmeister-Auto bestreiten, er fuhr 1994 10 Rennen an der Seite von Michael Schumacher bei Benetton, wo er auch seine beiden bisher einzigen Podestplätze erringen konnte, er schaffte Rang drei in Ungarn und Belgien. Leider sind damit auch schon seine Formel-1-Highlights abgehakt, denn von nun an musste sich Jos leider in wirklich unterklassigen Teams abrackern, so zum Beispiel bei Simtek (5 Rennen in 1995), Footwork (1996) und Tyrrell (1997). Ein Zwischenhoch 1998, wo er ungefähr die halbe Saison bei Stewart fahren konnte, wurde von einer Auszeit 1999 getrübt, bevor er zu ersten und einzigen Mal in seiner Laufbahn zwei Jahre in ein und demselben Team verbringen durfte – Jos fuhr beide Jahre für Arrows, bis die nächste Auszeit kam. 2003 konnte er dank seiner tatkräftigen Sponsoren für Minardi fahren, doch nun dürfte die Laufbahn des Mannes aus Montfort wohl endgültig zu Ende sein, außer er bringt genug Geld für ein Cockpit bei Jordan-Cosworth auf. Insgesamt bestritt Jos Verstappen 107 Formel-1-Rennen und erreichte dabei 17 Punkte.

Nick Heidfeld ist in unserer Aufzählung wohl ein Grenzfall, ebenso wie Jos Verstappen macht sich der Mann aus Mönchengladbach Hoffnung auf ein Cockpit bei Eddie Jordan. Wie allgemein bekannt und bereits erwähnt, brauchen die Gelben eine Sache ganz dringend: GELD.
Es ist also ganz einfach, wenn Quick Nick genug Sponsormitgift aufstellt, werden wir ihn nächstes Jahr auf den Formel-1-Strecken sehen, wenn er das nicht schafft, sieht es für ihn schwarz aus. Leider muss man wohl sagen, dass Nick Heidfeld nicht jener Überflieger ist, als der er am Anfang seiner Karriere gehandelt wurde, wobei man sein erstes Jahr im inferioren Prost (16 Rennen – null Punkte) nicht als Massstab sehen darf, doch in seinen drei Sauber-Saisonen konnte er seinen Vorschusslorbeeren nicht gerecht werden. In 50 Rennen mit Sauber konnte er zwar 25 Punkte einfahren, seine drei Teamkollegen im gleichen Zeitraum jedoch 26, wobei anzumerken wäre, dass zwei der drei (Raikkönen und Massa) Rookies waren. Vielleicht sollte Heidfeld weniger verärgerte Kommentare abgeben (man erinnere sich an das völlige Unverständnis über den Raikkönen-Wechsel zu McLaren-Mercedes oder auch die Meinung zur Klien-Verpflichtung), sondern härter an sich arbeiten, dann könnte aus dem nicht mehr ganz so jungen Piloten doch noch einiges werden...

Ob Ralph Firman nächstes Jahr am Start stehen wird, hängt wohl am ehesten vom Jordan-Hauptsponsor ab, der sich im zweiten Jordan-Cosworth einen Piloten mit britischer Muttersrache wünscht. Fahrerisch gibt es sicher Dutzende Piloten, die die selben Leistungen bringen könnten wie der Brite. In 14 Rennen konnte Firman einen WM-Punkt erringen, doch den Formel-1-Fans dürfte er am ehesten mit seinem fürchterlichen Unfall in Ungarn im Gedächtnis bleiben.

Ebenso verabschieden sollten sich die Fans vom Dänen Nicolas Kiesa, dessen kurzes Gastspiel bei Minardi ein bemerkenswertes Faktum hinterlassen hat. Kiesa dürfte zu einer ganz kurzen Liste von Formel-1-Piloten gehören, die alle Rennen, die sie bestritten haben, auch beenden konnten. Bei seinen immerhin 5 Formel-1-Rennen konnte der Däne die Zielflagge zwar immer nur als Letzter der noch fahrenden Piloten erhalten, dennoch eine wahrlich schöne Bilanz. Dennoch darf man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen, dass wir Kiesa nie wieder am Start eines Formel-1-Rennens sehen werden.

Zu guter Letzt wollen wir noch Justin Wilson aufzählen. Der baumlange Brite (1,92 Meter) wurde nach einigen Aufsehen erregenden Rennen für Minardi ab Hockenheim anstelle von Antonio Pizzonia in den Jaguar gesetzt, konnte sich aber nicht wie erhofft in Szene setzen. Ob wir Wilson jemals wieder als Formel-1-Rennfahrer bewundern können, dard getrost bezweifelt werden.



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