Wobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den Titel

Zum vorletzten Mal in diesem Jahr fanden sich die Fahrer der Wobspeed Virtual Masters auf dem Brands Hatch Circuit ein - Bericht vom vorletzten Lauf der von schönen Positionskämpfen gezeichnet war.

Wobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den TitelWobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den Titel  ZoomZum vorletzten Mal in diesem Jahr fanden sich die Fahrer der Wobspeed Virtual Masters auf dem berühmten Brands Hatch Circuit mit dem Star Mazda ein. Der Blick galt natürlich vor allem Daniel Türk und Nils Sentkowski. Irgendwo, weit am Horizont, schimmerte noch ein Lichtlein für Sentkowski, Türk den nahezu sicheren Meistertitel doch noch abluchsen zu können. Allerdings war klar, dass Türk im Zweifelsfall bloß sicher anzukommen brauchte, um den Pokal in trockene Tücher packen zu können.

Im Qualifying wurden Nils Sentkowskis Hoffnungen dann auch jäh zunichte gemacht. Daniel Türk holte sich die beste Startposition vor Nils Sentkowski. Michael Engel und Jan Sentkowski belegten Startreihe zwei. Es folgten Robert Gerke und Tobias Soltau. Claudio Ferrera ergatterte Startplatz sieben vor Sven Ullmann und Bernd Oswald. Andi Sentkowski komplettierte die Top Ten. Jochen Fredrich belegte Startrang elf, Franz Hückstädt startete wegen einer Qualifikationssperre vom letzten Platz.

Wobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den TitelWobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den Titel  Zoom Der Start verlief überraschend unaufgeregt. Gerke kam am besten weg und setzte sich vor der Druids Corner neben Engel und Jan Sentkowski. Es wurde eng, zu eng und Gerke rutschte auf dem Randstein zu weit nach außen, traf Engel der gegen Jan Sentkowski prallte und sich anschließend überschlug. Damit war prompt eine große Lücke zwischen Gerke und den vorausfahrenden Türk und Nils Sentkowski entstanden die sich von nun an rundenlang duellierten. Türk behielt jedoch die Oberhand.

Soltau und Jan Sentkowski auf Position 4 und 5 konnten Gerke zunächst nicht folgen. Beide waren mehr miteinander beschäftigt, was am Ende in einem erfolgreichen Überholmanöver von Sentkowski endete. Zur Rennhälfte begann Jan Sentkowski mit großen Schritten Richtung Gerke aufzuholen. Hückstädt hatte sich mittlerweile vom letzten Platz bereits bis auf Position acht hinter Oswald vorgearbeitet. In Runde 10 schließlich machte Gerke einen Fahrfehler in der Graham Hill Corner wodurch Jan Sentkowski vorbeiziehen konnte und nun auf Podiumskurs war. Soltau war schon zu weit zurück, um auch noch von Gerkes Malheur profitieren zu können.

Drei Runden vor Schluss ging es weiter hektisch zur Sache: Ferrera, Oswald und Hückstädt kämpften um die sechste Position. Weiter hinten kamen sich Fredrich und Ullmann nach längerem Kampf unsanft in die Quere wobei beide im hohen Bogen aus der Surtees Kurve flogen.

Wobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den TitelWobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den Titel  Zoom Nach 15 Runden brachte Daniel Türk einen klaren Sieg vor Nils Sentkowski ins Ziel. Jan Sentkowski wurde Dritter vor einem starken Robert Gerke der sein bis dahin bestes Saisonergebnis einfuhr. Soltau kam auf Platz fünf, Ferrera auf Position sechs knapp vor Hückstädt. Oswald erreichte Position acht. Die Plätze neun und zehn wurden zwischen den Verunfallten Fredrich und Ullmann in der Box entschieden. Andi Sentkowski und Engel schlossen überrundet das Ergebnis ab.

Im zweiten Rennen stand durch die umgedrehte Top 10 Sven Ullmann auf der Pole Position vor Jochen Fredrich. Für Daniel Türk und Nils Sentkowski auf den Startplätzen neun und zehn galt es vor allem möglichst sauber durch das Feld zu kommen. Zu Beginn des zweiten Rennens erwischte Ferrera einen schlechten Start, konnte die Position aber zunächst gegen das heranstürmende Rudel behaupten. In der Paddock Hill Bend ließen sich Fredrich und Oswald nicht genug Raum, kollidierten und rissen auch Hückstädt mit ins Kiesbett.

Nils Sentkowski ging einem frühem Angriff direkt an Soltau vorbei der anschließend seinen Teamkollegen Türk gleich mit durch ließ. Gerke, von Position sieben gestartet, befand sich nach zwei Kurven überraschend auf Platz zwei. Wenige Kurven später beging sein Teamkollege Ullmann in der Stirlings Bend auch noch einen Fahrfehler wodurch Gerke sogar in Führung ging. Türk befand sich nach der ersten Runde bereits auf Platz vier und war an Nils Sentkowski vorbei gezogen. Dessen Bruder Jan Sentkowski war zuvor von Türk leicht touchiert worden und hatte nun schon früh mit Fahrwerksproblemen zu kämpfen.

Wobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den TitelWobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den Titel  Zoom Gerkes Freude über die Führung hielt nicht allzu lange. Türk schloss schnell auf und zog in Runde vier vorbei. Zwei Runden später folgte Nils Sentkowski, wodurch das alte Duell wieder hergestellt war. Allerdings enteilte Türk zusehends. Dahinter kam es zu spektakulären Dreikämpfen. Ferrera, Soltau und Engel stritten sich um die vierte Position wobei Ferrera lange die vorausfahrende Konstante bildete. Auch Jan Sentkowski, Ullmann und Hückstädt waren in einen herzhaften Kampf verwickelt.

In der vorderen Gruppe konnte Engel erst in Runde 14 an Ferrera vorbeiziehen. Hinter dem nachfolgenden Soltau war derweil Hückstädt aufgetaucht was den SimSync Pro-Fahrer zu einem vorgezogenen Boxenstopp verleitete. Hückstädt machte daraufhin Druck auf Ferrera aber biss sich ebenfalls rundenlang die Zähne aus. Ullmann und Jan Sentkowski schoben sich währenddessen in Abwechslung Position sieben und acht zu. Türk und Nils Sentkowski stoppten zuletzt. Danach war Türk über alle Berge, Nils Sentkowski befand sich ungefährdet auf Position zwei. Von nun an hatten die Piloten vor allem die Zeitabstände im Blick, denn vor allem Gerke drohte gegen Ende Engel noch einmal gefährlich nahe zu kommen, schaffte es dann aber doch nicht mehr den Österreicher ernsthaft unter Druck zu setzen.

Daniel Türk ist Meister der Wobspeed Virtual Masters

Wobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den TitelWobspeed Virtual Masters: Kampf um den letzten Hoffnungsschimmer auf den Titel  Zoom Daniel Türk holte sich am Ende seinen fünften Doppelsieg in dieser Saison und krönte sich damit vorzeitig zum Meister der Wobspeed Virtual Masters. Nils Sentkowski brachte den zweiten Platz sauber vor Michael Engel ins Ziel. Dahinter folgten Robert Gerke, Tobias Soltau und Claudio Ferrera. Franz Hückstädt erkämpfte sich nach dem frühen Unfall Platz sieben. Jan Sentkowski wurde angeschlagen Achter vor Sven Ullmann. Andi Sentkowski kam auf dem zehnten Rang über die Linie. Bernd Oswald und Jochen Fredrich, beide durch mehrere Unfälle gebeutelt, schlossen das Fahrerfeld ab.

Ausblick nach Sebring

Was erwartet die Fahrer nun beim Finale in Sebring? Die Titel sind vergeben. Daniel Türk ist Meister der Wobspeed Virtual Masters und zusammen mit seinem Teamkollegen Tobias Soltau ist SimSync Pro auch Teammeister. Damit fällt der Blick auf die Vizemeisterschaft und da ist noch Nichts in trockenen Tüchern. Nils Sentkowski hat mit 45 Punkten zwar ein gesundes Polster auf Michael Engel, sicher ist der Vizetitel damit aber noch nicht. Die Teamwertung sieht deutlicher aus. PFS Performance mit Jan und Nils Sentkowski können realistisch betrachtet nur noch theoretisch von ART mit Bernd Oswald und Michael Engel überholt werden. Schon am 21. Dezember werden zum letzten Mal in diesem Jahr die Motoren gestartet. Der BMW Z4 GT3 darf nun noch einmal von den Fahrern pilotiert werden und mit Sebring steht eine wahrlich fantastische Strecke auf dem Plan.



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