Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?

Mit Need for Speed Underground steht seit kurzem der neueste Teil von Electronic Arts beliebter Rennspiele-Reihe in den Läden. Was man vom Spiel erwarten kann, und in welchen Bereichen es besser oder aber schwächer als seine Vorgänger abschneidet, klärt unser Testbericht

Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?  ZoomDie Anzahl der dieses Jahr für den PC erschienenden Rennspiele hat sich auch dieses Jahr wieder in Grenzen gehalten. Nachdem einige Entwickler bereits darüber informierten, dass ihre für den Herbst/Winter angekündigten Titel für die Plattform PC erst im Frühjahr/Sommer 2004 oder sogar noch später erscheinen werden, ist Need for Speed Underground von diesem Blickwinkel aus betrachtet, und mangels ernsthafter Konkurrenz, schon einmal ein Highlight zum Jahresende.

Der Name Need for Speed steht in der Rennspiele-Community seit jeher für eine Reihe in der man den eigenen Geschwindigkeitsrausch ausleben, tolle Landschaften genießen und sich hinter das Steuer unerschwinglicher Luxus-Rennautos begeben kann. Inspiriert vom Kino-Erfolg illegaler nächtlicher Straßenrennen, spielen sich die fahrerischen Herausforderungen von Need for Speed Underground diesmal ausschließlich in der Nacht und mit Serienautos ab, welche sich aber durch verschiedenste Tuning-Maßnahmen auf Leistungswerte bringen lassen mit denen sonst nur schnelle Luxus-Sportautos von zum Beispiel Ferrari, Porsche oder Lamborghini aufwarten können.

Zahlreiche Tuningoptionen und Verbesserung des eigenen Rufs bilden einen großen Anreiz

Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?  Zoom Zu Beginn des Spiels stehen einem nur wenige und zudem noch optisch nicht besonders beendruckende Autos zur Verfügung, doch durch gewonnene Wettbewerbe steigert man nicht nur seinen Ruf in der Szene, sondern schaltet sich durch die verdienten Punkte auch Upgrades oder neue Autos frei. Nach für nach lässt sich so das Aussehen und die Leistungsfähigkeit verändern. Bessere Motoren, mehr Haftung bietende Reifen, noch zupackendere Bremsen und Nitro-Einspritzung sind nur einige der zur Verfügung stehenden Tuningteile, die sich positiv auf das Fahrverhalten auswirken und einem somit eine bessere Chance zu gewinnen geben.

Neben der Verbesserung der reinen Leistungswerte, gibt es aber auch zahlreiche Vinyl-Aufkleber und stylishe Lackierungen, wodurch man sein in Form von Sternen bewertetes Ansehen verbessern kann.

Verschiedene Spielmodi für den kurz- und langfristigen Spielspaß

Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?  Zoom Beweisen darf man sich in zahlreichen verschiedenen Spielmodi. Aus den Vorgängern der Need for Speed-Reihe bestens vertraut ist dabei der Rundkurs-Modus, bei dem es darauf ankommt als Erster die Ziellinie zu überqueren. Eine Aufwertung der besonderen Art bietet hierbei noch die Option Runden-K.O., bei der am Ende jeder Runde der Letzte ausscheidet. Zum Schluss bleiben somit nur zwei Fahrer übrig, die sich dann einen Wettstreit um den Sieg liefern. Bei den über eine Runde ausgetragenen Sprint-Rennen besteht das Ziel ebenfalls darin vor allen anderen ins Ziel zu kommen.

Im Drag-Modus wird das Beschleunigungs-Limit des eigenen Autos auf die Probe gestellt. Hier zeigt sich, wie viel PS man unter der Motorhaube hat und wie gut man als Fahrer ist. Um sich gegen die anderen drei Gegner durchzusetzen, muss man im richtigen Moment schalten, gekonnt den Windschatten ausnutzen und sollte - sofern vorhanden - den Nitro-Boost zünden. Die insgesamt Arcade-lastige Steuerung wird in diesem Modus nur zum Spurwechsel benötigt. Aber Vorsicht! Eine Kollision mit dem teils mehr, teils weniger starkem Verkehr endet immer in einem Totalschaden.

"Go Underground"

Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?  Zoom Richtig die Reifen qualmen lassen tut man hingegen im Drift-Modus, bei dem man sich zur Abwechslung alleine auf der Strecke befindet und keinen Wettkampf um den Rennsieg mit den Konkurrenten austrägt. Das Ziel besteht einzig und allein darin möglichst viele Style-Punkte zu sammeln. Das richtige Spiel mit dem Gas und der Einsatz der Handbremse sind hier die halbe Miete.

Herzstück von Need for Speed Underground ist der Modus "Go Underground", in dem die zuvor beschriebenen Spielmodi alle vertreten sind und oftmals in Form von Turnieren miteinander kombiniert werden. An welchen Turnieren man teilnehmen darf, bestimmt dabei der eigene Ruf, der sich durch die richtigen Teile aus dem Tuning-Shop aufbessern lässt. Jedes einzelne Rennen eines Turniers zu gewinnen ist aber nicht notwendig, denn das Abschneiden wird mit Punkten bewertet. Wer davon am Ende am meisten auf dem Konto hat gewinnt.

Schwierigkeitsgrade "Leicht", "Mittel" und "Schwierig" bieten eine Herausforderung

Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?Spieletest: Need for Speed Underground - Muss-Kauf oder nicht?  Zoom Langeweile kommt angesichts der verschiedenen Wettkampfarten nicht so schnell auf, zumal man zwischen den Schwierigkeitsgraden "Leicht", "Mittel" und "Schwierig" wählen darf. Dabei gilt: Je herausfordernder der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Punkte gibt es zu gewinnen, desto größer ist aber auch die Chance nur durch eine einzige Kollision oder verpasste Kurve am Ende zu scheitern.

Für wen die Computergegner nach einer gewissen Weile keine Konkurrenten mehr sind, oder wer einfach lieber gegen andere NFSU-Besitzer fahren möchte, kann dies im Online-Modus tun, in dem man den anderen Mitbewerbern ihre erfahrenen Punkte abnehmen, genauso schnell aber auch die eigenen verlieren kann.

Ob online oder offline, eine jederzeit abrufbare Statistikfunktion verschafft einen guten Überblick darüber, an welcher Position man sich in der Rangliste befindet und wie oft man bestimmte Wettbewerbe annehmen musste, bevor man sich hier durchsetzen konnte.

Fazit: Need for Speed Underground bietet wie seine Vorgänger ein Rennvergnügen par excellence und zudem in grafisch nie da gewesener Pracht, welche sich aber nur offenbart insofern es die Hardware des eigenen PCs hergibt. Im Vergleich zu anderen Titeln der Need for Speed-Reihe zunächst gewöhnungsbedürftig ist die doch sehr Arcade-lastige Steuerung, sowie die bescheidene Vielfalt im Bereich Streckenauswahl. Die Rennaufgaben finden zwar auf verschiedenen Kursen statt, doch immer in derselben Stadt. Darüber hinaus kommen einem viele Strecken schon nach wenigen Rennen bekannt vor, da viele eben nur Variationen sind. Etwas mehr Abwechslung hätte hier gut getan.

Während dadurch der Spielspaß ein wenig getrübt wird, überzeugt das Spiel im Bereich Präsentation aber auf ganzer Linie. Auf ein optisches oder gar physikalisches Schadensmodell wurde zwar verzichtet, sodass sich Kollisionen nicht in Verformungen der Karosserie, abfallenden Teilen oder verminderter Leistungsfähigkeit auswirken, dafür sind die Strecken und Autos aber äußerst detailliert dargestellt und auch das Geschwindigkeitsgefühl überzeugt. Mit der optional hinzuschaltbaren Bewegungsunschärfe, stellt sich hier sogar ein ganz besonderes Erlebnis ein. Gefallen tut Need for Speed Underground auch durch die umfangreichen Tuning-Optionen, welche in den ersten Spielstunden genügend Anreiz zur Motivation geben. Lediglich der Umstand, dass sich die Upgrades der unterschiedlichen Hersteller in einer Tuning-Kategorie nicht differenziert auf das Fahrverhalten auswirken gibt ebenfalls Anlass zur Kritik.

Im Morgengrauen oder der Abenddämmerung zu fahren, oder die Integration von auf die illegale Rennszene Jagd machender Polizei verzichtete man leider gänzlich und verschenkte hier Potenzial. Sieht man jedoch von diesen Schwächen ab, ist das Spiel insgesamt gelungen. Electronic Arts mag hiermit zwar nicht unbedingt alle bisherigen Fans der Need for Speed-Reihe ansprechen, bietet aber auch mit Need for Speed Underground wieder Rennvergnügen pur. Wer sich selbst zunächst einen Eindruck vom zu erwartenden Spielinhalt verschaffen möchte, ohne fürchten zu müssen später eine Fehlinvestition zu tätigen, dem sei an dieser Stelle das Anspielen der Demo-Version empfohlen.



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