Spieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und Schnee

Auf der PS3 ist MotorStorm schon seit deren Markteinführung in 2006 eine feste Größe. Jetzt endlich kommt das furiose Offroad-Festival auch auf Sonys Handheldkonsole PlayStation Portable. Wie sich Arctic Edge dabei schlägt, lest ihr hier.

Spieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und SchneeSpieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und Schnee  ZoomIm Hause Sony herrschen aktuell die großen Racing-Wochen, denn neben dem allgegenwertigen Gran Turismo PSP verhilft der Elektronikhersteller einer weiteren großen Rennspiel-Reihe aus seinem Portfolio zum Sprung auf die tragbare Bühne der PlayStation Portable. Nach zwei erfolgreichen Auftritten auf der leistungsstarken PlayStation 3, wagt sich Sony mit dem Spielprinzip in deutlich sparsamere Gefilde, um die Wiedergeburt seiner PlayStation Portable gebührend einzurahmen.

Seit dem ersten Oktober ist die neue, kleinere PSP Go uhne UMD-Laufwerk nun im Handel erhältlich. Die Markteinführung wurde gebührend gefeiert und mit GT PSP und eben MotorStorm Arctic Edge hat Sony nicht nur zwei weitere erfolgreiche Spielemarken auf die tragbare Konsole gebracht, sondern ganz nebenbei auch das stärkste PSP-Rennspielaufgebot ever am Start. Während Gran Turismo eher die realistischen Rennspielfreunde unter euch interessieren dürfte, richtet sich MotorStorm mit seinem explosiven Gameplay und seichteren Anspruch natürlich eher an Arcade-Zocker.

Dennoch geht Sony auch dieses Thema sehr ernst an und hat sich die PSP-Rennspielexperten überhaupt an die Hand geholt. Die Bigbig Studios, die 2001 aus einer Hand voll ehemaliger Codemasters-Entwickler hervorgegangen sind, haben schon mit den beiden Pursuit Force-Spielen Maßstäbe auf der PSP gesetzt und wurden nun eben, als quasi Tochterunternehmen vom ursprünglichen MotorStorm-Entwickler Evolution Studios, mit der Programmierung von MotorStorm Arctic Edge betraut.

Die Mischung machts

Spieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und SchneeSpieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und Schnee  Zoom Nachdem das Offroad-Festival bereits die weiten Wüsten Nevadas und pazifische Inselgefilde unsicher gemacht hat, fehlt mindestens noch eine Klimazone mit extremen Wetterbedingungen, nämlich die kalte Polarregion. So widmet sich Arctic Edge auf wenig verwunderliche Weise dem Thema Eis und Schnee. Neben den üblichen Motocross-Mopeds, Quads, Rallyewagen, Jeeps und dicken Lastkraftwagen finden sich in der Fahrzeugauswahl auch Vehikel ideal für die rauen Witterungsbedingungen, wie etwa Schneemobile, Räumfahrzeuge oder sogar Pistenraupen. Insgesamt bringt es der Titel, der im Übrigen auch parallel für PlayStation 2 erscheint, auf immerhin 24 unterschiedliche Vehikel, die sich darüber hinaus noch durch Lackierungen und einer Hand voll Anbauteile geringfügig individualisieren lassen.

Ein Umfangswunder wird Arctic Edge damit zwar nicht, aber weil neben den normalen Rennen noch Checkpunktrennen und Eliminationsevents die Festivalabfolge auflockern, kommt so schnell keine Langeweile auf. Wer nach rund 100 Einzelspieler-Events noch nicht genug hat, kann entweder ein paar schnelle Runden in den Schnee legen und die Bestzeiten ins Web hochladen oder direkt gegen menschliche Gegner antreten, entweder per Ad-Hoc-Konnektivität gegen Spieler in unmittelbarer Nähe oder über eine Online-Verbindung gegen Widersacher aus aller Welt. Maximal 6 Spieler können sich auf diese Weise die Stirn bieten.

Rauf auf den Berg

Spieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und SchneeSpieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und Schnee  Zoom Ort des Geschehens von MotorStorm Arctic Edge ist ein nicht näher genannter Berg in einem nicht näher genannten eisigen Teil dieser Erde. Während ihr euch so durch den Festivalmodus wühlt und driftet, kommt ihr mit zunehmendem Spielverlauf dem virtuellen Gipfel immer näher. Während euch die ersten der insgesamt zwölf Strecken am Fuße des Berges noch vorbei an Holzfällercamps und Ölpipelines führen, weichen die bewohnten Areale nach und nach unwirklicher, unzugänglicher Natur mit ebensolchen Gewalten im Gepäck. Je näher ihr dem Gipfel kommt, desto dichter wird das Schneetreiben und desto spektakulärer werden die Aussichten.

Driften, Boosten, Crashen

Spieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und SchneeSpieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und Schnee  Zoom Was dann auf der Strecke passiert, dürfte relativ klar sein. Natürlich wird auch in der kompakten Ausgabe von MotorStorm gedriftet, geboostet und gecrasht was das Zeug hält. Angesichts des hektischen Spielablaufs und der Tatsache, dass das Game auf einem Handheld ja auch für Schnelleinsteiger geeignet sein soll, setzt Entwickler Bigbig hier vollends auf die Arcade-Karte. Das Fahrverhalten ist fast ohne Ausnahme präzise, nachvollziehbar und dem Grunde nach leicht zu handhaben, solange man nicht mit der Brechstange versucht jeden Kurs mit Dauerboost zu umrunden. Die Bremse kann man in jedem Fall getrost vernachlässigen und bevor man sich in einem Dreher verwickelt, wickelt man eher seinen Wagen um den nächsten Felsvorsprung.

Eisige Schönheit

Spieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und SchneeSpieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und Schnee  Zoom Technisch zeigt Bigbig mit MotorStorm Arctic Edge abermals, was alles in der kleinen PSP steckt. Schon die beiden Pursuit Force-Titel gehörten zu den grafisch aufwendigsten auf dem Sony-Handheld, aber mit Arctic Edge quetscht das britische Entwicklerteam die kleine schwarze PSP nochmal richtig aus. Das Ergebnis brilliert mit weitläufigen Strecken, großartiger Sichtweite und super detailreichen Texturen, die darüber hinaus, dank intensiver Filterung, auch noch richtig scharf dargestellt werden. Generell ist die Bildqualität des Games vorbildlich. Keine Popups und auch keine Ruckler stören das Bild. Allenfalls auf dem größeren Display der PSP 3000 erkennt man stellenweise Treppeneffekte.

Spieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und SchneeSpieletest: MotorStorm Arctic Edge - Racing auf Eis und Schnee  Zoom Auch wenn die Fahrzeuge augenscheinlich mit spitzer Mine ausmodelliert wurden, lassen sie keine echten Details in Folge von Polygonmangel vermissen. Außerdem sind ja auch satte zehn Vehikel gleichzeitig auf der Strecke unterwegs und bringen so ordentlich Leben in die unwirklich wirkende Landschaft. Natürlich muss der PSP-Besitzer Abstriche beim Schadensmodell hinnehmen, aber mit einer guten Menge von Effekt-Partikeln und stilvoller Kameraführung schafft es auch Arctic Edge die Unfälle aufregend zu präsentieren. Glanzeffekte auf vereisten Böden, Lichtblendungen und herabstürzende Wasserfälle oder Lawinen bilden die Spitze des opulenten Eisbergs. Optisch ist MotorStorm Arctic Edge so gut wie es zurzeit nur eben geht auf der PSP. Um die ganze Schönheit auch richtig genießen zu können, gibt es außerdem einen Fotomodus.

Party-Time

Dafür, dass nicht nur der optische Eindruck stimmt haben die Macher eine ganze Reihe lizenzierter Songs für den Soundtrack des Spiels eingebunden. Nicht nur die Menge der Songs kann mit 20 Liedern überzeugen, sondern auch die Qualität spricht mit Bands wie zum Beispiel den Queens of the Stone Age, den Chemical Brothers, The Hives, Motorhead, The Prodigy und Bullet for my Valentine für sich. Dagegen bleiben die Motorensounds und Spezialeffektgeräusche eher blass und irgendwie nur schmückendes Beiwerk, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt.

Fazit:

Mit MotorStorm Arctic Edge haben die Bigbig Studios eine waschechte Portierung auf die Beine gestellt, wobei der oftmals so negativ besetzte Begriff in diesem Fall nur das Beste meint. Man hat ganz einfach so viel wie eben möglich war von den großen PS3-MotorStorm-Teilen eingefangen und auf die UMD gepackt. Es ist alles da was die MotorStorm-Marke ausmacht. Eine bunte und etwas verrückte Fahrzeugkollektion, Nerven aufreibende, spektakuläre Level und jede Menge Arcade-Action auf der Strecke. Weil Arctic Edge aber eben so nah an der Vorlage bleibt, verpasst es Bigbig aber auch vorhandene Schwächen des Originals auszumerzen.

Im direkten Vergleich mit den Titeln der Burnout-Reihe, um ein Beispiel zu geben, wirkt das Spielmodiaufgebot von MotorStorm, wie eine Sparmaßnahme in Folge der Finanzkrise. Davon abgesehen bietet MotorStorm Arctic Edge aber großen Spielspaß und tolle Technik für eine kleine Konsole.



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